Australien, Reisen
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Zu der Frage, ob es langweilig ist, täglich am Strand rumzuhängen

Surfing-South-Bondi-Juni-2014-Blog-12

Neulich fragte mich jemand aus der Heimat, ob es nicht langweilig sei, jeden Tag am Strand herumzuhängen. Nöö, ist es nicht. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Vielleicht liegt das an meinen treuen Begleitern, die mir die Zeit auf den Felsen über dem Pazifik versüßen: ein gutes Buch (The One And Only Dave Eggers For Ever And Ever!), ein Fernglas (Es ist Whale Watching Season!) und meine Kamera (Es ist Whale Watching Season plus das Meer sieht immer schön aus!). Dazu noch ein bisschen Sonnenschein und Salzwasser in der Luft – und perfekt ist der Nachmittag.

Zwar gibt es eine Sache, die ich noch viel lieber tun würde, als das Meer zu beobachten – nämlich, darin zu plantschen, schwimmen und surfen. Doch das spare ich mir während unseres Winters – kalter Wind, starke Strömungen und von Surfern völlig überfüllte Wellen – und warte auf den Frühling. 
Ich weiß nach wie vor nicht, woher meine Faszination für das Meer kommt. Stundenlang halte ich es auf einer Klippe aus, sehe den Wellen zu, wie sie sich ein ums andere Mal neu formen, wie sie brechen und im Sande verlaufen, während ich manchmal nach einer Stunde Stillsitzen im Kinosessel schon ungeduldig werde, auch wenn der Film mir gefällt.


Neulich war wieder so ein faszinierender Tag, an dem der Pazifik eigentlich ganz ruhig vor sich hin schaukelte. Eigentlich. Denn in South Bondi brachen einige der schönsten Wellen, die ich hier je gesehen habe: türkisgrün, gewaltige Gischt und mittendrin Surfer, die sportlich einiges zu zeigen hatten. 


Ich mag auch den Moment, kurz bevor die Welle bricht: Wasserberge türmen sich auf, man spürt praktisch die geballte Kraft des Ozeans, bevor dieser in einem Krachen die Welle umstürzen lässt.


Und dann ist da noch die Gischt: Wenn der Wind die Welle von deren Kamm her abmäht, entstehen wunderschöne Wasserformationen. Manchmal sogar mit einem kleinen Regenbogen in der Gischt:

Wahnsinn, oder? Naja, und dann ist das Gefühl auch toll, nahezu allein an einem Strand zu sein, den an einem Sommertag durchschnittlich 40.000 Menschen bevölkern.

In unserem Hausflur hängt ein Schwarz-Weiß-Foto von Wellen, die in Bondi brechen. Ob mit oder ohne Farbe – Bondi bleibt ’ne Perle. Schöne Grüße!

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