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Sunset Surfing

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Wellen. Ich weiß nicht, wieso, aber für mich gibt es kaum etwas Größeres als mich in eine Welle hineinzustürzen, vor einer davon zu paddeln oder sie anzusehen. Als Kind vom Land bin ich inmitten von Feldern aufgewachsen und das einzige fußläufig erreichbare Gewässer in der Nähe meines Elternhauses war ein inzwischen ausgetrockneter Bach, der Wasser aus einer nahe gelegenen Kohlegrube leitete. Die Frühjahrs- und Herbstferien haben wir häufig an der Nordsee verbracht, und zwar solange ich mich zurück erinnern kann. Vielleicht habe ich dort den Funken gefangen, der die Begeisterung für Wellen, Seestürme und das Meer in mir entfacht hat.

 

Jedenfalls freue ich mich auch heute noch jeden Tag, wenn ich barfuß am Strand spazieren oder auf einem Felsen sitzend das Treiben des Wassers beobachten und dabei das Meer rauschen hören und das Salz in der Luft schmecken kann. Besser als derzeit hätte ich es in dieser Hinsicht also nicht antreffen können: Zwei grandiose Strände erreiche ich von unserer Wohnung in weniger als fünf Minuten, und selbst wenn ich abends im Bett liege und Bondi schläft, höre ich die Brandung.

 

Da versteht sich von selbst, dass ich mir, sooft ich kann, meine Kamera unter den Arm klemme und auf Bilderjagd gehe. Weil der Swell in den vergangenen Wochen sehr stark war, habe ich während dieser viele Stunden am Meer verbracht. Besonders die Abendstunden geben mir so viel: pinkfarbende Sonnenuntergänge, goldene See und magische Panoramen.

Einen solchen Abend mit Riesenwellen habe ich versucht, in diesen Bildern festzuhalten. Leider kommen die wahren Dimensionen der Wellen auf den Fotos nicht so deutlich rüber, wie ich es mir gewünscht hatte. Dennoch hoffe ich, die zauberhafte Stimmung, das innerhalb weniger Minuten changierende Licht (von Blau zu Pink zu Gelb und Grau) ein wenig eingefangen haben zu können. 

 

Zu beobachten, wie sich eine Welle stetig aufbaut, immer weiter anschwillt, um schließlich mit einem lauten Krachen zu brechen, nimmt mir wieder und wieder den Atem:

Ich habe wahnsinnigen Respekt vor den Surfern, die sich in drei, fünf oder acht Meter hohe Wellen stürzen. Doch an diesem Abend des ersten Mai haben sich selbst die erfahrenen Locals ausreichend Zeit gelassen, um abzuschätzen, wann sie sich wo über die umspülten Felsen dem Pazifik anvertrauen.

Und dann, wenn ich einem der Surfer dabei zusehe, wie er das Board scheinbar mühelos die Welle rauf und runter jagt, meine ich, selbst auf meinem sicheren Felsen ein Gefühl von Freiheit zu spüren. Wie erst muss sich der Surfer fühlen? 

Gänsehaut! Ich bin wirklich beeindruckt! Wenn ich nach solch einem Ausflug heimkehre, spüre ich Tatendrang ohne Ende und bin einfach nur glücklich.

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