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Lasst die Flocken tanzen: Kokosmus

Kokosmus-2

Neulich habe ich dieses Rezept für vegane Müsliriegel erstöbert, das mir sofort ein Zucken in den Fingern beschert hat, einer typischen Handbewegung aus der Küche nicht unähnlich. Die Riegel sahen so verführerisch gesund und fabelhaft lecker aus, dass ich mich schon wenig später dabei wiederfand, in meiner Küche nach möglichen und nötigen Zutaten zu kramen. Bei den Nüssen und Früchten kann man variieren (kein Problem – und zudem Ehrensache für einen eigenen Blogpost). 

Bei dem, was die trockenen Zutaten in den Müsliriegeln zusammenhalten soll, wollte ich mich sicherheitshalber grob an die Rezeptempfehlungen halten. Eine unverzichtbare Zutate war demnach Kokosbutter. Nie gehört, nie gesehen – aber schon häufiger gelesen, und zwar in Koch- und Backbüchern für vegane Gerichte. Kann ja nicht schaden, sowas im Vorratsschrank zu haben, dachte ich. Und habe dazu recherchiert. Mit Erstaunen wurde mir bereits nach wenigen Suchmaschinenminuten bewusst, dass man Kokosbutter sehr einfach selbst herstellen kann, nämlich, in dem man Kokosflocken in Bewegung versetzt – das ist alles.

In den Kokosflocken selbst steckt offenbar jede Menge Fett, das dann zum Vorschein kommt, wenn die Flocken bewegt werden. Dazu reicht eine Küchenmaschine oder auch ein einfacher Mixer. Füllt man die gewünschte Menge Kokosflocken dort hinein, passiert Folgendes: Beim Pulsieren und Kreisen der Schneideblätter springen zunächst die Flocken fröhlichst durch das Mixgefäß. Nach kurzer Zeit aber verändert sich ihre Konsistenz: Das Fett tritt zu Tage und mischt sich mit den Kokosraspeln, die sekündlich kleiner werden. Manche der Flocken scheinen dem Spiel nicht zu trauen und wählen lieber einen Beobachterposten am Rand des Mixgefäßes. Diese streicht Ihr einfach von Zeit zu Zeit in die Mitte des Gefäßes und lasst sie erneut tanzen.

Nach einigen Minuten haben die Kokosflocken die Vorstufe der Kokosbutter erreicht: Sie sind zu Kokosmus geworden. Das ist eine lockere Creme, die sich streichen lässt wie ein herkömmlicher Brotaufstrich. Weil ich meine alte Küchenmaschine nicht überstrapazieren wollte, habe ich hier einen Schlussstrich gezogen und mich entschieden, die Müsliriegel mit Kokosmus statt Kokosbutter zuzubereiten. Falls Euer Gerät hohe Leistungen mühelos aus dem Ärmel schüttelt, könnt Ihr das Kokosmus noch ein paar Minuten länger rühren lassen. Schließlich sollte sich daraus eine homogene Masse ergeben, die ähnlich ausschaut wie Butter aus Kuhmilch.

Mengenmäßig ergeben 200 Gramm Kokosflocken in etwa 200 Gramm Kokosmus. Es schmeckt auf Brötchen, auch in Kuchen oder Suppen könnte ich es mir geschmacklich reizvoll vorstellen. Wird demnächst ausprobiert. Hier zunächst das Rezept:

Das braucht Ihr

  • „frische“ Kokosflocken (will sagen: verwendet eine verschlossene Packung „herkömmlicher“ Kokosflocken, damit der natürliche Fettgehalt der Kokosflocken garantiert ist)
  • Küchenmaschine oder Mixer

So geht’s 

Gewünschte Menge Kokosflocken in die Küchenmaschine geben und diese einschalten. Von Zeit zu Zeit die Kokosflocken vom Rand des Mischgefäßes in die Mitte streichen, weiter mixen lassen, bis sich eine lockere Creme ergibt.

In meinem Mixer hatte sich außerdem die Fettmasse unter den Messern festgesetzt, so dass ich diese ein oder zwei Mal hervorkratzen musste. Wie gesagt, mein Mixer hat bereits ein paar Jahre auf dem Kasten, vielleicht passiert das bei moderneren Geräten gar nicht.


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