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Heidelbeer-Käsekuchen ohne Ei

Heidelbeer-Käsekuchen ohne Eier 1200

Meine Damen und Herren Kuchenliebhaber, darf ich vorstellen, mein Lieblingssommerkuchen: Käsekuchen mit frischen Heidelbeeren und Zitronensaft. Eigentlich sieht das Rezept vor, dass man den Quark mithilfe von Eiern firm werden lässt. Da es in meiner Küche jedoch keine Eier gibt, habe ich ausprobiert, ob ein Käsekuchen auch mit Stärkemehl funktioniert. Davon hatte ich bereits mehrfach gehört, war aber ein wenig skeptisch. Doch das Experiment ist geglückt, so dass ich sagen kann: Käsekuchen ohne Ei funktioniert einwandfrei. Allerdings gerät die Konsistenz die Konsistenz weniger luftig, dafür umso cremiger, da ich auf geschlagenen Eischnee verzichtet habe. Vielleicht kann man das Luftig-Leichte aber auch durch einen höheren Anteil an Sprudel oder Backpulver erreichen? Jemand eine Idee? Freue mich über jeden Kommentar – ansonsten: viel Spaß beim Nachbacken!

Heidelbeer-Käsekuchen ohne Ei

Käsekuchen ohne Ei mit Heidelbeeren und Zitronensaft
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Das braucht Ihr
  1. 80 g Stärke
  2. 2 TL Backpulver
  3. 50 g Mehl
  4. 100 ml Sprudel
  5. 3 TL Zitronensaft
  6. 180 g Zucker
  7. 1 Päckchen Vanillezucker
  8. 150 g Margarine
  9. 750 g Magerquark
  10. 150 g Heidelbeermarmelade
  11. 400 g frische Heidelbeeren
Deli From The Valley http://delifromthevalley.com/
Heidelbeer-Käsekuchen ohne Ei

Zubereitung
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So geht's
  1. Ofen auf 150 Grad Umluft vorheizen. Springform (24 cm Durchmesser) fetten und mit Mehl ausstreuen. Heidelbeeren waschen und trocken tupfen.
  2. Margarine, Vanillezucker und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig rühren. Mehl, Stärkemehl und Backpulver vermischen. Zitronensaft und Sprudel unter die Mehlmischung geben, dann Margarine-Zucker-Mixtur unterrühren, bis sich alle Zutaten gleichmäßig miteinander vermengt haben. Quark nach und nach unterrühren, die Hälfte der Heidelbeeren unterziehen. Masse in die Form geben und 55 Minuten backen.
  3. Kuchen großzügig mit der Marmelade bestreichen (so, dass Ihr denkt, es ist viel zu viel!), mit der Alufolie abdecken und weitere 15 Minuten backen.
  4. Kuchen bei leicht geöffneter Backofentür auskühlen lassen, damit er nicht einsackt (ich klemme dazu ein Handtuch zwischen backofentür und -rahmen), schließlich mit den restlichen Heidelbeeren belegen - et voilà!
Deli From The Valley http://delifromthevalley.com/
Heidelbeer-Käsekuchen ohne Ei

fruchtige Rezepte

18 Kommentare

  1. Danke für das tolle Rezept, liebe Sarah, das sieht wirklich hervorragend aus! Muss mal schauen, ob es derzeit noch Heidelbeeren gibt, ansonsten schmeckt dein Kuchen sicherlich auch gut mit Brombeeren, könnte ich mir vorstellen. Eier mag ich zwar, aber im Käsekuchen schmeckt man sie oft so extrem heraus, was ich gar nicht lecker finde. Da kommt dein Rezept ohne Eier sehr gelegen, Käsekuchen könnte ich nämlich ständig essen. 😉

    • Sarah

      Liebe Kim,
      vielen Dank. Ich stimme dir in allen Punkten zu – den Eigeschmack in Gerichten, die nicht offensichtliche Eigerichte waren, mochte ich auch ganz und gar nicht. Klar kannst du den Kuchen auch mit allen möglichen anderen Früchten machen, dann würde ich vielleicht statt der Heidelbeer-Marmelade auch eine entsprechende nehmen. Johannisbeermarmelade ode -gelee geht eigentlich mit jeder Frucht. Oh, mir kommt gerade die Idee, den Kuchen mal mit Feigen und Ahornsirup zu probieren… Oder mit Birnen… jetzt kriege ich auch Hunger 😉
      Würde mich freuen, wenn der Käsekuchen dir genauso gut schmeckte wie mir. Lass es mich gern wissen.
      Sonnigen Gruß von
      Sarah

  2. Wow, ich hätte nicht gedacht, dass man die Eier im Käsekuchen wirklich weglassen bzw. ersetzen kann, aber anscheinend funktioniert es doch!
    Toll, ich werde das beim nächsten Käsekuchen, den ich backe, mal ausprobieren!
    (Ich verwende zwar Eier zum Backen, aber tendenziell finde ich es besser, Eier einzusparen und nur sparsam zu verwenden. Heute habe ich auch mal vegane Haferflocken-Cookies gebacken und das Ei einfach durch gequollene Leinsamen ersetzt. Schmeckt besser als das Original mit Ei :)
    Mir ist es auch relativ egal, ob der Käsekuchen nun cremig oder fluffig ist. Ich mag beides sehr gern :)

    Liebe Grüße,
    Patricia

    • Sarah

      Liebe Patricia,
      Leinsamen-Eier funktionieren super gut, das finde ich auch! Bin jedes Mal begeistert, wenn ich eine Ei-Ersatz-Alternative finde, die richtig gut klappt. Bisher wurde ich nur von Aquafaba als Ersatz für Eischnee enttäuscht. Aber das lag vermutlich daran, dass ich nicht geduldig genug geschlagen habe. Ich habe jetzt erst wieder die Schokoladen-Brownies mit Datteln vom Blog gemacht. Hier sieht das Rezept auch Leinsamen-„Eier“ vor – und die Brownies sind sooooo saftig!
      Lass mich gern wissen, wie dir der Kuchen geschmeckt hat, wenn du ihn probiert hast :-)
      Ganz liebe Grüße von
      Sarah

      • Ich hatte auch mal versucht mit Eiweißersatz zu backen (einen Angel Food Cake, der ja aus unzähligen Eiweißen besteht), aber das Experiment ist mir auch missglückt. Da ich mir aber blöderweise eine große Dose gekauft habe, muss ich nochmal ran 😀
        Ich werde dir dann berichten, wenn ich den Käsekuchen nachgebacken habe. Habe zwar erst vor kurzem einen Ananas-Käsekuchen mit Kokos gebacken (noch mit Ei), aber Käsekuchen ist bei uns sehr beliebt und vielleicht komme ich da bald mal zu ihn zu backen : )
        Mir geht es da wie dir: Meine Liste, mit Rezepten die ich ausprobieren will, ist sooo lang… und gerade wenn man ein bestimmtes Rezept ausprobieren möchte, fehlt die entscheidene Zutat 😉

        Liebe Grüße,
        Patricia

        • Sarah

          Ja, da kann ich dir nur beipflichten, Patricia :-)

          Ich wollte mal eine australische Pavlova ohne Ei probieren – die besteht auch zu einem Großteil aus Eischnee. Und anscheinend klappt es bei vielen Leuten ganz toll – vielleicht ähnlich wie dein Angel Food Cake – nur ich muss noch etwas üben. Hattest du denn eine Dose Ei-Ersatz-Pulver gekauft oder mit Sojamehl, Leinsamen etc. selbst experimentiert?

          Ananas-Kokos klingt auch nach einer famosen Sommerkreation. Bin gespannt, was noch von dir kommt :-)

          Ganz liebe Grüße!
          Sarah

          • Ja, der Angel Food Cake besteht auch überwiegend aus Eiweißen, genau wie bei Pavlovas. Nur kommt noch etwas Zucker und Mehl hinzu, sodass ein ganz weicher Biskuit entsteht quasi.
            Ich hatte mir extra Eiersatzpulver gekauft (MyEye heißt das glaube ich). Wahrscheinlich muss man damit erst mal ein bisschen üben, bis man das Gefühl dafür hat, wie die Konsistenz sein muss. Nur fand ich auch, dass das Pulver ein bisschen seltsam riecht, obwohl es laut Beschreibung eigentlich geruchsfrei sein soll. Aber nach irgendwas muss so eine Mischung aus Maisstärke, Lupinenmehl etc.) ja riechen ; )

          • Sarah

            Das ist interessant – diese marke hatte ich auch neulich in der Hand, dann hat der Preis mich aber abgeschreckt. Hast du schon einmal Aquafaba ausprobiert? Aufschlagen konnte ich es und vor dem Backen hatte ich auch tolle „Baiser“-Törtchen geformt (auf die ich später Beeren legen wollte). Nur leider sind sie im Ofen zerlaufen, so dass nachher einfach nichts mehr übrig war. Es war, als hätte jemand die Törtchen aus dem Ofen gestohlen. Musste laut lachen, als ich das entdeckt habe 😀
            Liebste Grüße :-)

          • Nein, von Aquafaba habe ich noch nie etwas gehört. Dieses MyeEye fand ich vom Preis her auch nicht gerade günstig, aber ich wollte gerne wissen, wie das funktioniert und ob man das wirklich mit einem Ei ersetzen kann (bzw. bei mir Eiweiß).
            Ich glaube, dann hatten wir zwei ähnliche Probleme:
            Da die Masse schon beim Aufschlagen ein wenig zu fest war, glaube ich, dass ich ein bisschen zu WENIG Wasser hinzugegeben habe. Obwohl ich mich genau an die Angaben auf dem Etikett gehalten habe. Vielleicht hattest du dann zu VIEL Flüssigkeit, wenn das im Ofen so zerlaufen ist???
            Na ja, merken wir uns einfach: Man muss sich wirklich akurat an die angegeben Flüssigkeitmengen halten 😀 😀
            Und Übung macht den Meister ; )

            Viele liebe Grüße,
            Patricia

          • Sarah

            Ja, das kann schon sein :-) Aquafaba ist das Wasser aus einer Dose Kichererbsen oder Bohnen. Das kann man tatsächlich aufschlagen, so dass es aussieht wie Eischnee – und angeblich kann man es ebenso verwenden, schau mal hier: https://www.vegansociety.com/whats-new/blog/13-amazing-things-you-can-do-aquafaba Bei mir hat es nicht funktioniert. Ich war zu Beginn schon skeptisch, weil ich einen furchtbaren Geschmack erwartet hatte. Nachdem ich in Videos gesehen hatte, wie problemlos die Zubereitung angeblich (!) sein soll, habe ich mein Glück einfach spontan versucht – und direkt diesen riesengroßen Fail gelandet. Geschmacklich war es übrigens neutral und nach dem Süßen eben süß – ich vermute, ich muss einfach noch länger und gedudiger aufschlagen, damit es funktioniert. Und wie du schon sagst, üben, üben, üben, üben 😉
            Bin gespannt, ob du mit MyEy demnächst Erfolg hast.
            Ganz liebe Grüße von
            Sarah

          • Ach so, davon habe ich tatsächlich schon mal gehört, dass man von dem Wasser von Kichererbsen „Eischnee“ zaubern kann. Ich wussste nur nicht, dass das Aquafaba heißt 😀 Aber ich kann mir echt nicht vorstellen, wie das funktionieren und schmecken soll ; )
            Von Fails mit irgendwelchen tollen Zutaten, kann ich aber auch ein Lied singen! Was habe ich nicht alles schon probiert: Carob (als Kakaoalternative, schmeckt aber meiner Meinung nach stark nach Karamell und das mag ich nicht :D), Kichererbsenmehl (hat auch nicht geschmeckt, aber ich vertrage Hülsenfrüchte mittlerweile auch nicht mehr : ( Stevia (weil ich tatsächlich angenommen hatte, es wäre eine natürliche und gesunde Alternative, was aber nicht wirklich der Fall ist) und und und…
            Na ja, aber ich habe neulich mal mit Leinsamen-Gel als Eiersatz hantiert (für vegane Cookies) und das Ergebnis war echt klasse! : ) Endlich mal ein Erfolgserlebnis 😀

            Liebe Grüße,
            Patricia

          • Sarah

            Haha, ja, solche Wunderdmittelversprechungen kenne ich auch zu gut 😉 Die Ei-Ersatz-Möglichkeiten mit Leinsamen, Chiasamen und Sojamehl funktionieren zum Glück recht zuverlässig. Eine Freundin hat mal einen Angel-Irgendwas-Cake mit Aquafaba (das heißt echt so) gemacht und der hat sogar funktioniert und lecker sei er auch gewesen, sagt sie. Ich finde es ja sehr spannend, mit neuen Zutaten zu experimentieren – nur muss ich mir Mühe geben, mich nicht frusten zu lassen, wenn der Versuch in die Hose geht, so wie beim Aquafaba-„Eischnee“. Naja, mal sehen, was künftig in unseren Öfen noch passiert – oder auch nicht :-)
            LG!!!

          • Oh, dann hat deine Freudin sicher den Angel Food Cake gemacht, denn ich auch ausprobiert habe mit dem MyEyweiß!
            Dann liegt es wirklich daran, dass ich noch nicht so viel Erfahrung damit habe 😉

            Liebe Grüße,
            Patricia

            P.S. Ich habe gestern einen Käsekuchen gebacken, aber da er für die Mitarbeiter von meinem Vater war und ich kein Risiko eingehen wollte (es war nämlich ganzes Blech), habe ich mich lieber an das Originalrezept gehalten (also mit Ei). Obwohl ich es so gern ausprobiert hätte :(
            Aber ich probiere deine Variante ohne Ei sobald wie möglich! : ) Hoffentlich bleibt das Wetter noch sommerlich, dann schmeckt Käsekuchen sowieso besser als Rührkuchen und einer von meinen Mitmenschen äußert mal den Wunsch, Käsekuchen (ohne Ei :D) essen zu wollen 😉

          • Sarah

            Liebe Patricia,
            oh, ja, für andere zu backen geht bei mir auch immer über „Nummer Sicher“. Zumal die Backzeit zwischen flachem Blechkuchen und hohem Käsekuchen aus der Springform ja auch wieder unterschiedlich ist.
            Meinst du, deine Mitmenschen würden auch den Käsekuchen ohne Ei nehmen, ohne dass sie vorher sagen, dass sie gern welchen hätten 😉 ? Das ist bei mir oft so. „Nööö, du brauchst nichts zu backen. Oh, du hast was dabei? Naja, probieren kann man ja mal“ Haha :-)
            Lieben Gruß!

  3. Helen sagt

    Vielleicht ist das ein Fall, wo Aquafaba sich anbieten würde. Also um den Kuchen etwas fluffiger oder lockere zu bekommen.

    • Sarah

      Hey Helen,
      ja, das stimmt. Mein erster Aquafaba-Versuch ist ja leider jämmerlich missglückt, aber das könnte ich noch einmal ausprobieren :-) Danke für den Tipp und sonnige Grüße von
      Sarah

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