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Flucht in den Süden

Yachten_Rotes_Meer_Sharm_el_Sheikh

Wenn der Frühling auf sich warten lässt

Dieses Jahr ist aber auch wirklich der Wurm drin. Der Winter will und will kein Ende nehmen. Anfang März blieb für mich nur noch die Flucht in den Süden ans Rote Meer. Es war mein erster Aufenthalt in der Region und ich fand es toll, in einer Woche gleich drei verschiedene Länder zu besuchen: Ägypten, Jordanien und Israel.

Sahrm El Sheikh, Ägypten

Und während zuhause in Deutschland wieder einmal neuer Schnee vom Himmel rieselte, spürte ich eine angenehm warme Frühlingssonnne auf der Haut und konnte in Sharm El Sheikh Ausflugsboote bei der Rückkehr in den Hafen beobachten.
Das Rote Meer ist ein absolutes Paradies für Schnorchler und Taucher. In direkter Küstennähe entdeckt man eine farbenprächtige und beeindruckende Unterwasserwelt aus Fischen und Korallen. Die dadurch angelockten Touristenströme haben allerdings auch schon viel Schaden angerichtet. Massentourismus und Industrie haben viele Korallen extrem beschädigt oder sogar ganz vernichtet, illegales Fischen hat die Fischpopulationen stark dezimiert. Bleibt zu hoffen, dass Tier- und Naturschutzorganisationen wie zum Beispiel die Hurghada Environmental Protection and Conservation Association, kurz HEPCA, dazu beitragen können, dieses Paradies zu bewahren.

Aqaba, Jordanien

Aqaba ist der einzige Seehafen Jordaniens und auch einziger jordanischer Tauchort am Roten Meer. Wie in vielen anderen Städten am Roten Meer erstrecken sich direkt hinter den Siedlungen karge, schroffe Felsen. Schaut man genauer hin, erkennt man viele unterschiedliche Schichten in dem rötlich schimmernden Gestein.

Totes Meer, Israel

Vom israelischen Hafen Eilat aus sind wir quer durch die Wüste in nördliche Richtung zum Toten Meer gefahren. Das Meer, das eigentlich ein großer See ist, liegt 422 Meter unter dem Meeresspiegel und hat mit rund 28 Prozent einen so hohen Salzgehalt, dass es uns beim Schwimmen kaum gelang, mit dem Körper vollständig in das Wasser einzutauchen. 

Luxor (früher Theben), Ägypten

Mit einer geführten Reisegruppe haben wir von Safaga aus einen Tagesausflug nach Luxor gemacht. Besonders beeidruckt hat mich dort die Karnak-Tempelanlage. Die ältesten erhaltenen Baureste stammen aus der zwölften Dynastie des alten Ägyptens und wurden unter Sesostris I. (1975 bis 1930 v. Chr.) erbaut. An vor Sonne und Wind geschützten Stellen kann man immer noch bunte Hieroglyphen bewundern.

Am liebsten hätte ich als Andenken einen der Straßenhunde mitgenommen. Allerdings sahen sie schlafend auf den Steinen auch ganz zufrieden aus. Und so süß!

Von den Kolossonen von Memnon aus konnten wir noch einen Blick auf den Totentempel der Herrscherin Hatschepsut werfen. Außerdem begegneten uns Bauern mit ihren Eseln, spielende Jungs und interessante Restaraunts.

Das Rote Meer ist jederzeit wieder einen Besuch wert – erst recht in der kalten Jahreszeit. So haben wir auch die letzten eisigen Tage überstanden. Und jetzt soll er ja auch endlich kommen, der lang erwartete Frühling. Oh ja bitte – aber schnell! :-)

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